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u552
- der teufel im atlantik
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Typ XXI
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| Bauwerft: |
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| Blohm & Voss, Hamburg |
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| Datum: |
1943 - 1945 |
| Gebaute Einheiten: |
U 2501 - U 2546; U 2548; U 2551 - U 2552 |
Deschimag AG Weser, Bremen |
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| Datum: |
1943 - 1945 |
| Gebaute Einheiten: |
U 3001 - U 3041; U 3044 - U 3046 |
| Abmessungen: |
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| Typverdrängung: |
| aufgetaucht: |
1610 t |
| getaucht: |
1833 t |
Abmessungen: |
| Länge: |
76.70 m |
| Breite: |
8.00 m |
| max Tiefgang: |
6.86 m |
Druckkörper: oberen/unteren |
| Länge: |
60.40 m |
| Durchmesser: |
5.30/3.50 m |
| max. Dicke der Druckkörperplatten: |
28 - 37 mm |
| Maschinenangaben: |
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| Motorenanlage: |
| Diesel: |
2 M6V 40/46 KBB 6 Zyl.-MAN 4 Takt-Dieselmotoren mit
Turbo-Aufladung |
| E-Maschinen: |
2 2 GU 365/50 SSW Haupt E-Maschinen
2 GV 323/28 SSW Schleich E-Maschinen |
| Batterien: |
2 x 62 Doppelzellen zu je 3 hintereinander geschalteten
Teilbatterien mit einer Nennkapazität von 11300 Ah. |
| Batteriegewicht: |
238.80 t |
Höchstleistung: |
| Diesel: |
4000 PS |
| E-Maschinen: |
5000 PS + 226 PS |
Höchstgeschwindigkeit: |
| aufgetaucht: |
15.50 Knoten |
| getaucht: |
17.50 Knoten |
max. Fahrstrecke: |
| aufgetaucht: |
14000 sm bei 10 kn |
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5000 sm bei 15.60 kn |
| getaucht: |
30 sm bei 15 kn |
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420 sm bei 4 kn |
| getaucht mit Schnorchel: |
15500 sm bei 6 kn |
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11000 sm bei 8 kn |
Kraftstoffvorrat: |
| Treiböl: |
240.50 t |
| Motorenöl: |
9.40 t |
| Gewichte: |
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| Schiffskörper ohne Ballast: |
| S I - Schiffbau: |
573.90 t |
| S II/III - Einrichtungen: |
56.60 t |
| S IV - Malerei: |
6.00 t |
| Baureserve S: |
10.00 t |
Maschinenanlage: |
| M I - Hauptmaschinen: |
382.00 t |
| M II - Hilfsmaschinen: |
78.70 t |
| M III - Baureserve M: |
10.00 t |
| Wasser, Öl, Luft: |
12.10 t |
Sonstige: |
| Bewaffnung und Zuladung: |
75.10 t |
| Indiensthaltungsreserve: |
5.00 t |
| Schiffsgewicht ohne Ballast: |
876.54 t |
| Wirksamer Ballast: |
107.10 t |
| Schiffsgewicht bei kleiner Zuladung: |
1610.30 t |
| Bewaffnung: |
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| Torpedorohre: |
| Bug: |
6 x 53.3 cm |
| Heck: |
- keine - |
| Torpedos: |
23 Stück an Bord oder 17 + 12 Minen |
Die Sonstige Bewaffnung bestand aus:
1 Maschinenpistole, 10 Mauserpistolen (Kal 7.65 mm) und 3 Seitengewehre.
An Munition war voegesehen:
3540 Schuß für die 3 cm Flak, 1400 Schuß für die MP und 650 Schuß
Kaliber 7.65 mm für die Mauser.
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| Geschütze: |
| Deckgeschütz: |
- kein - |
| Flugabwehr: |
4 x M 44 3 cm (2 x 2), 2 x C 38 2 cm |
| Besatzung: |
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| Insgesamt: |
57 Mann
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| Offiziere: |
- |
| Oberfeldwebel oder Feldwebel: |
- |
| Unteroffiziere: |
- |
| Mannschaften: |
- |
| Sonstiges: |
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| Konstruktionstauchtiefe: |
200 m * |
| Rechnerische Zerstörungstauchtiefe: |
350 m |
| geringste Schnelltauchzeit: |
18 Sekunden!! |
* Werftangaben |
| Detail: |
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Zweihüllen-Hochseeboot mit hoher Unterwassgeschwindigkeit.
Admiral Dönitz billigte den Entwurf am 13.06.1943 und ein Bauprogramm
von über 200 Booten wurde in Auftrag gegeben. Zu späteren Zeiten
sollten es über 1300 U-Boote werden. In Dienst gestellt wurden
insgesamt 119 U-Boote des Typs XXI.
Das erste XXI-Boot U 2501, kam am 17.06.1944 in Dienst. Durch das
Vorfertigen ganzer Sektionen wurde diese Baubeschleunigung erreicht.
Sein interessantestes Merkmal war die hohe Unterwassergeschwindigkeit,
die beträchtlich höher lag als die jedes anderen damals im Dienst
befindlichen konventionellen Bootes. Durch die Sromlinienform des
Rumpfes und die gesteigerte Energieleistung der elektrischen
Antriebsanlage kam die Geschwindigkeit zustande. Eine Zweihüllen-Struktur
wurde eingeführt, gebildet aus zwei übereinandergefügten Zylindern,
verbunden durch eine leichte Außenbeplattung, um die Stromölinienform
zu gewährleisten. Die Druckkörper bestanden aus 28 mm starken Flußstahlplatten,
deren Stärke um die Lücken herum auf 37 mm stieg. Um die Verfertigung
zu vereinfachen, befanden sich die Spanten an der Außenseite des Druckkörpers.
Diese waren außerdem besonders zahlreich und stark. Vom Durchmesser her
war die obere Hülle die größere der beiden und enthielt die Wohn-,
Maschinen- und Torpedoräume. Die Akkumulatoren sowie einige Brennstoff-
und die Trimmzellen befanden sich in der unteren Hülle. Die Tauchzellen
lagen im Raum zwischen der Außenhülle und den beiden Druckkörpern.
Der Kommandoturm war vom "geschlossenen Typ" (um den Strömungswiderstand
auf ein Minimum zu reduzieren) und besaß zwei versenkbare 3 cm
Zwillingslafetten an beiden Enden des Turmes. Speziell entworfen wurden
große Schwanzflächen, um die Manövrierbarkeit und Stabilität zu
verleihen und außerdem um den Strömungswiderstand zu verringern.
Anders als bei den vorhergehenden deutschen Booten lagen die
Bugtiefenruder direkt unterhalb des Hauptdecks und konnten durch ein
Schwenksystem auf einer vertikalen Achse eingezogen werden.
Diese besondere Rumpfform zusammen mit der Heckgestaltung verliehen dem
Boot eine Schubleistung, die dicht am Wert von 0.65 lag (Zum Vergleich:
0.45 bei konventionellen Zweischraubenbooten).
In Längsrichtung war der Rumpf in acht Sektionen unterteilt. Jede
dieser Sektionen wurde komplett mit der gesamten Ausrüstung und
elektrischen Verkabelung in einem anderen Produktionszentrum gebaut. Die
einzelnen Sektionen wurden dann auf dem Straßen- oder
Binnenschiffahrtsweg zu den Motagewerften gebracht, wo das Boot schnell
zusammengefügt und fertiggestellt wurde.
Da die Walter-Turbine und der Diesel mit geschlossenem Kreislauf 1943
noch nicht einsatzfähig waren, benutzten die Deutschen für den Typ XXI
eine Kombination aus normalen Diesel- und Elektromotoren, wobei zum
erstenmal die Höchstleistung der Elektromotoren die der Dieselmotoren
überstieg.
Die Anzahl und die energieleitung der neuen superleichten,
leistungsstarken Batterien war besonders hoch. Zusätzlich zu den
Hauptelektromotoren hatte man einen 226 PS Elektromotor speziell für
die Schleichfahrt eingebaut. Die Unterwasserantriebsanlage verlieh dem
Boot eine Spitzengeschwindigkeit von 15.60 Knoten für eine Stunde
Fahrtzeit, oder sie ermöglichte es ihm, mehr als drei Tage lang mit 4
Knoten zu laufen, ohne die Batterien aufzuladen oder das Boot durchlüften
zu müssen, da es mit einer Lufterneuerungs- und Klimaanlage
ausgestattet war. Ein paar Stunden Schnorchelfahrt befähigten das Boot,
wieder für eine weitere ausgedehnte Zeitspanne, die Unterwasserfahrt
fortzusetzten. Dies ermöglichte den Typ XXI-Booten Unternehmungen von
mehr als fünf monatiger Dauer mit fast ausschließlicher
Unterwasserfahrt durchzuführen. (Hierfür waren sie auch entworfen
worden.) Mit einer Brennstoffmenge von 240.50 t überstieg bei
Marschfahrt der maximale Fahrbereich über Wasser 15.000 Seemeilen. Die
Innengestaltung lieferte so viel Bequemlichkeit wie möglich, denn zum
ersten Mal war der Torpedoraum ausschließlich zum Abschießen der
Torpedos bestimmt.
Die elektronische und akustische Ausrüstung war bemerkenswert. Der Typ
XXI besaß Radar, dessen versenkbare Antenne im Kommandoturm
untergebracht war, zwei Sehrohre, eine akustische Entfernungsmeßanlage
und einen Teleskopschnorchel. Der Schnorchelkopf, umhüllt mit
synthetischen Gummi (Buna), um die ausgesandten Suchimpulse zu
absorbieren, war mit einem Kurzwellen-Radarortungs(Funkmeß-Beobachtungs-)gerät
ausgestattet. Sonar und ein äußerst empfindliches Unterwasserhorchgerät,
bestehend aus 48 Mikrofonen, waren in Kreisform am Bug unterhalb der
Torpedorohre angebracht. Eine schäumende Substanz
("Pillenwerfer") konnte durch zwei Verrichtungen in das
umgebende Wasser ausgestoßen werden, um im feindlichen Sonar falsche
Echos zu erzeugen.
Die Unterwasserbewaffnung bestand aus sechs Bugrohren, drei auf jeder
Seite, mit 23 Torpedos, alle im geräumigen Torpedoraum im Innern des
Druckkörpers gelagert. Als Alternative konnte eine unterschiedliche
Anzahl Minen (durch die Torpedorohre auszustoßen) mitgeführt werden.
Die Überwasserbewaffnung war auf vier 3 cm Geschütze verringert
worden. Da dieses neue Modell nur in ungenügenden Zahlen zur Verfügung
standen wurden viele Boote mit 2 cm Geschützen ausgestattet.
1944 wurden zwei Varianten des Typs XXI entworfen. Vom Grundtyp sollten
sich die Varianten XXI B und XXI C hauptsächlich in der Zahl und
Anordnung der Unterwasserbewaffung unterscheiden. Der Typ XXI B sollte
weitere sechs im Bug gelegene Rohre erhalten, drei auf jeder Seite, die
jedoch im winkel von 10° zur Mittelachse des Bootes achteraus sießen
sollten. Bei der Variante XXI C mit einer geplanten Länge über alles
von 83 m sollte es 18 Torpedorohre geben: sechs Bugrohre zum Vorausschuß
und zwölf in zwei Gruppen zu je drei Rohren auf jeder Seite, die wie
bei der Variante XXI B achteraus schießen sollten. Die Entwürfe
weiterer Varianten (XXI D, XXI E und XXI T) wurden studiert, kamen aber
nie zur näheren Ausführung.
Von Booten des Typs XXI ausgeführte Angriffe verliefen in völlig
anderer Weise als die konventioneller Boote. Nach optischer Sichtung
eines Zieles bzw. dessen Ortung durch Radar oder Unterwasserhorchgerät
lief das Boot getaucht und mit hoher Geschwindigkeit auf Kollisionskurs,
bis das Zielgebiet erreicht war. Ohne Benutzung des Sehrohrs konnten
Entfernung und Peilung des Zieles mit einem hohen Grad an Genauigkeit
durch Sonar und Unterwasserhorchgerät bestimmt und die Schußunterlagen
in einem Feuerleitgerät berechnet werden. Ein Entkommen war mit hoher
Geschwindigkeit in Tauchfahrt möglich, da das feidliche Sonar bei
Geschwindigkeiten über 12-13 Knoten unwirksam wurde.
Doch diese außergewöhnlichen Boote waren nicht völlig fehlerfrei. Das
Minimum an Strömungswiderstand unter Wasser war beim Entwerfen auf
Kosten der Seetüchtigkeit über Wasser erreicht worden.
Nichtsdestoweniger handelte es sich um den besten Typ eines einsatzfähigen
Bootes, der während des Zweiten Weltkrieges gebaut worden war.
Zwischen dem 27.06.1944 und dem Ende des Krieges in Europa wurden 119
Boote vom Typ XXI in Dienst gestellt. Weitere befanden sich im Mai 1945
in fortgeschrittenen Stadien der Fertigung und viele waren im
Montagestadium durch Luftangriffe zerstört worden. Das riesige
Bauprogramm, das mit einer Geschwindigkeit von einem Boot pro 2-3 Tage
mehr als 1300 Boote hervorgebracht hätte, war zum Nachteil der übrigen
Typen begonnen worden, deren Weiterbau 1944 annulliert worden war.
Obwohl schnell und in großen Stückzahlen gebaut, waren die neuen Boote
nicht mehr imstande, eine wirksame Rolle im Kriege zu spielen. Die
notwendigerweise lange dauernde Ausbildung verlangsamte ihre
Indienststellung . Im Mai 1945 wurden den Alliierten nur 13 U-Boote des
Typs XXI übergeben. 88 Boote waren von ihren eigenen Besatzungen
vernichtet worden. Sechs waren durch Luftangriffe an der Wasseroberfläche
sowie drei durch Minen verlorengegangen. Luftangriffe auf die Häfen
forderten weitere 25 U-Boote.
Die Alliierten gliederten die erbeuteten Typ XXI Boote in ihre Marinen
ein und führten mit ihnen nach dem Kriege Erprobungen und Tests durch.
U 2518 zum Beispiel diente bis 1958 als "Roland Morillot" in
der französischen Marine. 1957 wurde U 2540 gehoben und gehörte von
1960 - 1971 als "U Wilhelm Bauer" zur deutschen Bundesmarine. |
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Bilder des
letzten Typ XXI Bootes U 2540 in Bremerhaven - ein Besuch lohnt sich
immer! |
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